Pseudo – Drohneneffekt

Die Varroa kommt von der asiatischen Biene cerana, welche ebenfalls kleine Zellen baut und dort sind auch die Milben immer schon auf die Drohnen fixiert gewesen. Wir brachten die Varroa zu uns und unsere Bienen sind künstlich so groß gemacht worden, daß die Varroa die Bienenbrut mit der Drohnenbrut verwechselt. Dee Lusby nennt das den Pseudo-Drohnen Effekt.

Nun nimmt also die Drohnenbrut die Last der Milben im Sommer auf und im Herbst und im Frühjahr, wenn die Bienen mehr Zeit haben und es keine Drohnen gibt, gehen sie daran die Zellen von den Milben zu säubern. Dann MÜSSEN die Milben in die Bienenbrut, denn die sonst bevorzugte Drohnenbrut gibt es nicht zu der Zeit. (bei kleinzelliger Bienenhaltung, bei den großen Zellen ist das anders) Dann öffnen sie die Brutzellen in denen sich Varroen befinden. Das geschieht meist, wenn die Larve violette Augen hat, also schon im ziemlich fortgeschrittenen Stadium. Wir nennen das „kahlköpfige Brut“, auch hygienisches Verhalten oder VSH, was alles dasselbe ist..

Auf dem Foto sieht man einige schon gesäuberte Zellen, einige wo die Milben auf dem Kopf waren und einige wo sie anfangen die Larven zu fressen um an die Milben zu gelangen.

Wenn wir sowas in unseren Stöcken sehen, können wir uns glücklich schätzen.

VSH

 

Dee Lusby (übersetzt aus dem englischen):

Aber die Zellengröße bei der unsere domestizierten Bienen angelangt sind, ist entschieden anders, nämlich viel größer und haben enorme Zerstörung herbeigeführt. Der Streß dem die Bienen ausgesetzt wurden, indem sie nicht mehr im Einklang mit der natürlichen Flora waren, hat die Gruselkammer geöffnet für Faulbrut Krankheiten, Kalkbrut und Virusinfektionen.

Indem sie zu groß waren, wurden unsere domestizierten Bienen von parasitierenden Milben heimgesucht, da unsere nun „Pseudo – Drohnen“ , sprich Arbeiterbienen, als neue Futterquelle erkannt wurden, durch die Varroa und auch die Tracheenmilbe.

Nach all diesem Schaden der angerichtet wurde, können wir nirgendwo Anweisungen finden zur Geschichte der künstlichen Mittelwandgrößen in den USA, sodass unsere Imker logische Schlüße ziehen könnten, für deren richtigen Anwendung.

einer unserer besten Stöcke

 

Die verschiedenen Zellengrößen (706, 711, Standart, Drohnen, usw) wurden ursprünglicherweise mit Absicht für bestimmte Zwecke hergestellt, was heutzutage in der modernen Welt vergessen wurde. Man kann nicht einer Person, oder Firma in den USA, oder woanders in der Welt, die Schuld dafür zuschieben, dass die Bienen künstlich vergrößert wurden, so groß, dass dies Krankheiten und Probleme mit parasitierenden Milben auslöste, in 135 Staaten mit katastrophalem Ausmaß. Damit wurden sie in eine Situation gedrängt, die nicht im Einklang mit der wirklichen Natur ist.

Das Einzige was geschehen ist, ist dass eine künstliche Vergrößerung und ein künstliches domestiziertes Imkersystem vorgeherrscht hat über das, was normal in der Natur vorkommt. Und obendrein wird es auch noch so gelehrt.

Es begann mit einer simplen Idee an der ein jeder, Wissenschaftler und Herstellerfirmen, mitmachen wollten. Nachdem das nun durch einige Generationen (20 Jahre pro Generation) gegangen ist, zwingt uns der immer größer werdende Größenunterschied, zwischen Wild und domestizierten Stöcken, dass wir den Trend zu „größer ist besser“ korrigieren müssen und die darunter liegenden auslösenden Gründe müssen ans Licht gebracht werden und auch gelehrt werden. Sonst wird das Imkern, so wie wir es kennen, nicht mehr existieren können.

 Prof Baudoux maß in Belgien Arbeiterinnenzellen zwischen 5 und 5,35mm. Normalen Drohnenzellen wies er 5,5mm zu und 5mm den Arbeiterzellen. Er fand sogar heraus, dass die 5,5mm Drohnenzellen doppeltes Futter Volumen der 5mm Arbeiterbienenzellen aufwiesen und damit Mullendorfs Ergebnisse bestätigte. Wenn wir dann bedenken, dass wir heutzutage Mittelwände mit Zellgrößen bis 5,7mm auf dem Markt haben, ist es nicht schwer zu verstehen, wie katastrophal deren Gebrauch durch die Imker sein kann. Die Milben werden von der Arbeiterinnenbrut angezogen, durch einen Pseudo Effekt, der ihnen dieselbe Futterquelle vorspielt, wie die, der sonst bevorzugten Drohnen.

Und man muß bedenken, wieviel Mittelwände mit 5,44mm auf dem heutigen Markt sind, was sehr nahe der 5,5mm durch Baudoux gemessenen Drohnenzelle ist.

Könnte das nicht auch die Milben anziehen, indem diese, durch den Pseudo Effekt, die Bienenbrut für Drohnenbrut halten?

Die Frage ist dann, wie groß ist dann zu groß?

Ich würde sagen dass zu groß ist, wenn ein Volk beginnt verwirrt zu werden, was zu Streß führt und folglich zu Krankheit, was dem Imker dann offensichtlich zeigt, dass etwas nicht stimmt im Volk

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.